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Bedingungen für das Zertifikat
des Lehrganges
SPIRITUELLE STERBEBEGLEITUNG


Die Absolventinnen und Absolventen des Lehrganges erhalten zum Abschluss ein Zertifikat. Dieses weist sie aus als kompetent in Sterbebegleitung und war schon ausschlaggebend bei der Stellenvergabe z.B. im Pflegebereich.

Zur Erlangung des Zertifikates müssen folgenden Bedingungen erfüllt sein:

Teilnahme an sämtlichen fünf Einheiten, in die der Kurs aufgeteilt ist, jeweils von Donnerstag Abend bis Sonntag Mittag
Insgesamt nicht mehr als drei Tage Abwesenheit aus aktuellem Anlass: Krankheit, unverschiebbare berufliche Verpflichtungen usw. – jedoch nicht bei der Einführungs- und SchlusseinheitPraktikum: regelmäßiger - z.B. wöchentlicher - Besuch bei der zu Beginn des Kurses festgelegten Person und Bericht über diese Besuche im Laufe der Ausbildung. Bei auftretenden Schwierigkeiten dienen die Kurstage als Supervision. Hier sollen allfällige Fragen eingebracht werden.

Aktive Mitarbeit bei einer der im Laufe des Kurses zu bildenden Arbeitsgruppen.

Falls jemand keinen Anspruch auf das Zertifikat erhebt, sind die Bedingungen in Absprache mit dem Kursleiter freier.

Schwerpunkte:

Der Lehrgang umfasst 5 Module (jeweils Donnerstagabend bis Sonntagmittag) verteilt über ein Jahr mit Beginn am ersten Wochenende im Oktober. Der Kurs kann nur als ganzer gebucht werden, und die Gruppe bleibt über die ganze Zeit zusammen. Die lange Zeit ermöglicht es, das komplexe Thema umfassend anzugehen, auch die persönliche Betroffenheit zu integrieren. Jede/r besucht zudem wöchentlich eine alte/kranke/behinderte, sozial einsame Person, um so die Erfahrung einer Begleitung über längere Zeit zu machen. Examen sind keine vorgesehen, aber jede/r Teilnehmende arbeitet mit in einer Gruppe, die ein selbst gewähltes Thema vertieft erarbeitet und das Ergebnis dem ganzen Kurs vorstellt. Zum Schluss wird, wenn alle Bedingungen erfüllt sind, ein aussagekräftiges Zertifikat abgegeben.

Mit “spirituell” will ich sagen, dass wir entgegen dem Zeitgeist den Blick nicht ständig auf die Materie richten, sondern viel mehr auf das Geistige. Konkret: bei sterbenden Menschen beobachten wir nicht nur ständig den verfallenden Körper, sondern sind mit unserer Aufmerksamkeit beim unsterblichen Teil, der “Seele”, im Wissen, dass die Phase des körperlichen Sterbens auch für sie eine ganz wichtige Zeit ist.

Neben “sachlichen” Themen geht es wie gesagt auch um die persönliche Betroffenheit. Und immer wieder werden auch meditative Übungen ins Programm einfließen. Dies u.a. aus der Erkenntnis, dass Sterbende keineswegs immer weniger von ihrer Umgebung wahrnehmen, sondern ganz im Gegenteil immer differenzierter. Gleichzeitig gilt, dass man bei fortgeschrittenem Sterbeprozess möglichst nicht mehr mit Worten kommunizieren soll. So lernen wir geistige Haltungen kennen, die uns ein wortloses und gleichwohl sehr bewusstes Dasein ermöglichen.



Ein kurzer Überblick über die Inhalte des Lehrganges

Die Themenvielfalt im Kurs ist groß, zudem gibt es kein stures Programm, sondern ich lasse mich immer auch von aktuellen Interessen aus der Gruppe leiten bei der Themengestaltung.

Zentral ist für mich die spirituelle Dimension des Sterbens;
diese durchzieht wie ein roter Faden den ganzen Kurs.
Fixe Themen, die auf alle Fälle besprochen werden, sind:
Der Mensch als Körper (nur kurz, da ich dafür nicht Fachmann bin),
als Gefühlswesen und als Geist/Seele – und alle drei Ebenen sind vom Sterbeprozess betroffen.
Kommunikation inkl. Berührung
Organ-Transplantation
Aktive Sterbehilfe und Exit (Freitodbegleitung) etc
Trauer und Angst
Angehörige und Familie
“nicht ansprechbar” – was heißt das wirklich und was nicht, in diesem Zusammenhang: Alzheimer, Koma etc
Nahtod-Erfahrungen, neben den bekannten schönen auch erschreckende
Patienten-Verfügung

Daneben gibt es viele meditative Übungen, nicht zuletzt solche, die mich auch mit meinem eigenen Sterben konfrontieren Übungen, wie ich in mein Begleiten die spirituelle Dimension integrieren kann, ohne zu missionieren
Einblicke in verschiedene religiös-spirituelle Traditionen, zum Teil an Hand von Medien (Video, Dias)
Es wird keine Prüfungen geben, aber die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe ist erforderlich. Diese wählt ihr zu bearbeitendes Thema selbst.

Viele Themen ergeben sich auch spontan aus Diskussionen.
Was mir wichtig ist: es liegen immer Notizzettel bereit, auf welche die Teilnehmenden Fragen aufnotieren können, damit sie nicht vergessen gehen.
Daneben ist jede Teilnehmende angehalten, über die ganze Zeit jemanden zu begleiten; auch diese Begleitungen werden wiederholt Thema im Kurs.